
Als Sophie Ende der 1970er-Jahre in einem abgelegenen Bauernhaus im Entlebuch zur Welt kommt, ist ihr Gesicht schwer entstellt. Der eigene Vater nennt sie ein Monster, die Menschen im Dorf sprechen bald vom «Mädchen mit dem Teufelsgesicht». Nur ihre Mutter Anna und ihr ältester Bruder Max stellen sich schützend vor sie.

Schon früh zeigt sich jedoch, dass Sophie über einen aussergewöhnlichen Verstand verfügt. Sie liest, rechnet und lernt mit einer Leichtigkeit, die selbst Erwachsene sprachlos macht. Doch statt Anerkennung erfährt sie Ablehnung. Lehrer, Behörden und Dorfbewohner beurteilen sie nach ihrem Äusseren und versuchen, sie auszugrenzen.
Erst ein Pater erkennt ihre Begabung und beginnt, sie zu unterrichten. Für Sophie öffnet sich damit eine neue Welt. Bücher, Mathematik und schliesslich die ersten Computer werden zu ihrem Weg aus Armut und Isolation. Doch je weiter sie vorankommt, desto deutlicher wird, dass Wissen und Erfolg nicht alle Wunden heilen können.
Das Mädchen mit dem Teufelsgesicht ist die Geschichte eines aussergewöhnlichen Lebens – über Vorurteile, Einsamkeit, familiären Zusammenhalt und den unbeugsamen Willen eines Mädchens, sich nicht von den Blicken anderer bestimmen zu lassen.