Ein Mädchen, das anders aussieht als alle anderen. Ein Dorf, das schneller verurteilt, als es versteht. Und ein Geheimnis, das tiefer reicht als jede Narbe. Seit ihrer Geburt trägt das Mädchen ein Gesicht, vor dem die Menschen zurückweichen. Man nennt sie verflucht, verspottet sie, meidet sie und macht sie zur Projektionsfläche für alles, wovor man sich fürchtet. Doch hinter dem entstellten Äusseren verbirgt sich kein Monster, sondern ein verletzlicher Mensch mit Sehnsucht, Stolz und einem unbeugsamen Willen. Je älter sie wird, desto deutlicher erkennt sie, dass nicht ihr Gesicht das eigentliche Grauen ist, sondern die Grausamkeit der Menschen, die sich für normal halten. Aus Ausgrenzung wird Widerstand. Aus Scham wird Stärke. Und aus einem Mädchen, das man brechen wollte, wird eine junge Frau, die nicht länger bereit ist, sich von den Blicken anderer definieren zu lassen. Das Mädchen mit dem Teufelsgesicht ist ein eindringlicher Roman über Vorurteile, Würde, seelische Narben und die Frage, wer in Wahrheit entstellt ist: der Mensch, den alle ansehen – oder jene, die wegsehen.